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Chelocardine: Bioproduktion neuer Antibiotika in Mikroorganismen

In der heutigen Zeit stellt die zunehmende Antibiotikaresistenz von mikrobiellen Keimen ein erhebliches Risiko für die Verbreitung von Infektionskrankheiten dar. Die Entwicklung neuer Wirkstoffe ist daher ohne Zweifel eine zentrale Aufgabe der biotechnologischen Forschung. Unter den Wirkstoffen stellen Chelocardine (CHD) eine Tetracyclin-ähnliche Substanzklasse mit einem vielversprechenden Wirkstoffspektrum dar. Interessanterweise wirken CHD auch gegenüber resistenten Krankheitserregern, bei denen klassisches Tetracyclin versagt. Hier arbeiten wir an der verbesserten Herstellung des Wirkstoffes mit dem Bodenbakterium Amycolatopsis sulphurea. Konkret klären wir den Nährstoffbedarf des filamentös wachsenden Streptomyceten mit Hilfe von 13C-Isotopenstudien auf, um darauf aufbauend maßgeschneiderte Medien für die biotechnologische Produktion zu entwickeln. Für die Synthese von Sekundärmetaboliten wie den Chelocardinen stellt die richtige Nährstoffkombination einen Schlüssel dar. Hierbei arbeiten wir im BMBF-Verbundprojekt "Natur-Präklinik" mit unseren Partnern am HZI/HIPS (Prof. Rolf Müller), am HZI (Prof. Marc Stadler, Prof. Joachim Wink) und der Universität des Saarlandes (Prof. Uli Kazmaier) zusammen, die u.a. neue Produktionsstämme, sowie chemische Derivate des Produktes mit erweitertem Wirkspektrum und erhöhter Aktivität entwickeln.


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